But above all… Write.

But above all… Write.

Zwei Monate sind vergangen seit meinem letzten Beitrag. Und was habe ich gemacht: Geschrieben. Wort für Wort. Zeile für Zeile. Seite für Seite.

Ich habe viel Zeit in die Vorbereitung meines Romans gesteckt: Recherche betrieben, Figuren entwickelt, Handung, Plot und Szenen geplant. Das war mühsam! Aber es hat sich gelohnt. Denn dann ging es ans Schreiben, und was soll ich sagen: Es flutschte.

Schritt für Schritt

Es gibt viele verschiedene Methoden zu schreiben. Manche schreiben einfach drauf los, beginnen mit der Szene, auf die sie gerade Lust haben oder die ihnen in den Fingern juckt. Andere gehen von vorn nach hinten stringent durch. Wieder andere schreiben lauter Schnipsel und puzzeln die später zusammen.

Ich habe bündig Kapitel für Kapitel abgearbeitet. Hin und wieder habe ich mal ein Kapitel übersprungen und später gemacht. Aber ich bin meinem vorbereiteten Szenenplan gefolgt. Und ich muss wirklich sagen: Durch die genaue Vorbereitung ging es mir viel besser von der Hand!

Zeit zum Schreiben

Wer kennt das nicht: Im Leben einer/s Berufstätigen,  Mama oder Papas ist wenig Zeit. Wenn du dann einmal eine Stunde freischaufeln konntest und dich an den Rechner sitzt, ist plötzlich alles leer im Kopf. Du wartest auf die kreative Muse, aber die kommt nicht, um dich zu küssen. Anstatt dich dann zu zwingen, etwas zu schreiben, dass du später höchstwahrscheinlich in den Papierkorb wirst, mach lieber etwas anderes. Das ist verlorene Liebesmüh. Wenn du schreibst, musst du in einen Schreibfluss kommen. Sobald es hakt, geh lieber einen Schritt zurück und schau, wo und warum es hakt.

Auch bei meiner Schreibzeit hat mir die Vorbereitung übrigens immens geholfen. Denn erstens konnte ich durch den Szenenplan und die Figurenausarbeitung ganz schnell ins Schreiben kommen und musste nicht erst überlegen, was ich eigentlich schreiben will. Und zweitens: Wenn doch mal eine Woche vergangen ist, ohne dass ich schreiben konnte, fand ich mich ganz schnell wieder in den letzten Stand zurück und wusste sofort, was als Nächstes geplant war.

Überarbeitung beim Schreiben?

Als ich meine ersten Kapitel geschrieben vor mir sah, war ich natürlich erstmal stolz wie Bolle! Aber schnell fragte ich mich: „Soll ich die jetzt erstmal überarbeiten? Oder weiterschreiben?“ Das ist Geschmackssache. Du kannst jedes Kapitel direkt überarbeiten, nach Sinneinheiten (z. B. Teilen) gehen oder dich erst zum Schluss an die Überarbeitung setzen.

Ich habe es so gemacht, dass ich jeden Tag, wenn ich etwas Neues schreiben wollte, das Geschriebene vom Vortag gelesen und grob überarbeitet habe. Nach jedem Teil habe ich wieder eine Überarbeitungsschleife eingelegt. Und wenn ich einmal fertig bin mit dem Roman, wird es eine große Überarbeitungsphase geben, für die ich dann auch eine Checkliste benutze (dazu dann mehr).

Testleser beim Schreiben einbinden?

Wieder eine Geschmacksfrage: Möchtest du deinen Testlesern schon einmal Romanhappen hinwerfen, bevor der Roman fertig ist? Klar, spart es Zeit. Aber die Testleser investieren auch ihre kostbare Zeit, und wenn sich später noch einiges am Roman ändert und sie noch einmal ran sollen, werden sie nicht gerade begeistert sein. Dann lieber Kernfragen, an denen du strauchelst, mit deinen Testlesern diskutieren. Oder einzelne Szenen mit ihnen teilen, die dir Probleme bereiten.

Ich selbst habe eine Testleserin, die bereits die Rohfassung meines Romans liest, jedoch nur inhaltlich. Ich brauche sie, um Plausibilitätsprobleme auszuschließen, die die restliche Handlung des Romans beeinflussen können.

Wie gesagt: Geschmackssache.

Wie geht’s jetzt weiter?

Mein kluges Papyrus Autor sagt zu meinem Schreibfortschritt: 2/3 beendet, 130 Normseiten, 26.859 Wörter. Der Eisberg ist erklommen, jetzt muss ich mich nur noch herunterrutschen lassen. Ich freue mich auf den weniger dramatischen, Spannung auflösenden 3. Teil.

Oh, habe ich eigentlich schon den Arbeitstitel verraten? Es gibt nämlich inzwischen einen. Aufgepasst, Trommelwirbel, drrrr, bereit? Okay, jetzt kommt’s:

🌟 Neo 🌟

Neo kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet „der Neue“ oder im Afrikanischen auch „das Geschenk“. Beide Bedeutungen passen einfach perfekt – warum, wirst du noch verstehen, wenn du den Roman liest.

 

Falls du es nicht abwarten kannst: Ich veröffentliche regelmäßig Infos und Textschnipsel zum Roman auf meinem Instagram-Account unter dem Hashtag #neo_miethme .

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