Womit verdiene ich meine Brötchen?

Nicht mit Schreiben. Leider. Noch nicht. Wie viele andere Autoren arbeite ich natürlich noch hauptberuflich in einem anderen Job. Aber er hat zumindest auch mit Sprache zu tun.

Was habe ich gelernt?

Mein Studium absolvierte ich im Fach Literaturübersetzen. Englisch und Französisch. Da ich Kreatives Schreiben nicht studieren durfte, kam das Übersetzen von kreativ Geschriebenem meinem eigentlichen Berufwunsch am nächsten. Tatsächlich gearbeitet habe ich aber nie als Übersetzerin.

Über Umwege …

Nach dem Studium habe ich das zwar versucht, aber es ist verdammt schwer, als freiberufliche Übersetzerin Fuß zu fassen. Zu schwer für mich. Stattdessen war ich ein Jahr in Frankreich als Deutschlehrerin, um zu schauen, ob Unterrichten etwas für mich ist – leider nein, leider gar nicht. Zurück in Deutschland begann ich zu promovieren – über die Übersetzbarkeit von Musik am Beispiel von Musicals. Blöderweise gibt es für Promotionen im geisteswissenschaftlichen Bereich selten bezahlte Stellen, und ein Stipendium wollte mir auch keiner geben.

… zum Ziel

Deshalb habe ich in Teilzeit bei berns language consulting angefangen und schwuppsdiwupps wurde meine jetztige Stelle daraus. Hier bin ich nun schon satte neun Jahre, ein Senior, ein alter Hase, ein Oldie but Goldie.

Aber was ist es nun genau?

Auf meiner schicken Visitenkarte steht:

Sprachprozessberatung – Senior Consultant

Klingt gut, ne? Zerlegen wir das Wort einmal in seine Einzelteile:

SprachProzessBeratung

Es geht um Sprache. Genauer gesagt mehrere Sprachen. Noch genauer: Texte in verschiedenen Sprachen.

Und dann haben wir Prozesse oder Abläufe. Solche Prozesse können z. B. sein, wie Texte geschrieben oder übersetzt werden oder wie der Firmensprech in die Texte kommt und überall gleich ist.

Fehlt noch Beratung. Wir arbeiten für Unternehmen, die in verschiedenen Märkten vertreten sind – denn die haben in der Regel a) viele Texte b) Übersetzungen und c) deshalb ordentliche Prozesse nötig. Wir schauen uns an, mit welcher Software sie besser arbeiten, wie sie die Qualität ihrer Texte steigern oder Synergien aus älteren Texten nutzen könnten. Jetzt aktuell ist das Thema maschinelle Übersetzung (also sowas wie Google Translate oder DeepL) ein Bestseller bei unseren Kunden.

Nein, wir übersetzen selbst nicht. Wir entwickeln auch keine Software. Wir kümmern uns wirklich ganz konzentriert um das Drumherum.

Schreibe ich denn hier auch?

Ja. Fachkonzepte. Präsentationen. Angebote. Leitfäden. Präsentationen. Schulungsunterlagen. Sagte ich schon Präsentationen? Viele Präsentationen.

Wir haben auch einen Blog. Dafür schreibe ich dann mal was weniger Fachliches. Aktuell betreue ich eine Kolumne anlässlich unseres 15-jährigen Firmenjubiläums – die ist lustig! Schau doch mal rein: berns language consulting – Blog by Christiane Spooren

Klingt irgendwie öde?

Quatsch, gar nicht! Es ist ein Nischenthema und ein bisschen nerdig. Aber hey, ich bin da schon seit neun Jahren. Kann also gar nicht so schlecht sein. Nein, im Ernst: Ich liebe meinen Job und vor allem mein Team. Bei uns arbeiten nur junge, dynamische Leute. Man kommt immer wieder zu neuen Kunden, das ist irre abwechslungsreich und spannend.

Durch die Digitalisierung entwickeln sich auch unsere Themen immer weiter, so dass es gar nicht langweilig werden kann. Ich sitze quasi ganz vorne im Zug, auf den jeder aufspringen will, und drücke die Sirene.

Achtung, Achtung, hier geht’s lang.

 

One comment

  1. Susanne Huber

    Hallo Christiane,
    Ist ja toll was Du alles gemacht hast, freut mich von Dir zu hören!
    Falls Du Mal wieder nach Frankreich kommst, komm uns doch Mal besuchen!
    Deine Au pair Familie
    Viele Grüße Susanne

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