Von Schreibblockaden und Selbstzweifeln

Jetzt hat es mich auch einmal erwischt: Bei mir ist schreibtechnisch der Wurm drin! Und was mache ich nun? Jammern natürlich. Was sonst?!

Vor einer Weile habe ich ja schon einmal himmelhochjauchzend davon berichtet, dass mein erster Roman fertig ist. Yay! Seitdem herrscht Flaute am Schreibhimmel. Und es wird irgendwie immer trüber.

Warten auf Godot

Aber von Anfang an: Dat Buch steht. Soweit so gut. Ich habe es an verschiedene Agenturen geschickt und mir natürlich wie jeder Junior-Autor vorgestellt, nur Zusagen zu bekommen. Pustekuchen! Es passierte erst einmal lange Zeit gar nichts. Und dann flatterten die ersten Absagen ein. Na toll!

Grütze auf dem Papier

Ich habe versucht, mich nicht entmutigen zu lassen. Schließlich sind ja noch ein paar Bewerbungen offen, und in der Zwischenzeit kann ich doch bei Ausschreibungen mitmachen. Gesagt, getan. Ich setzte mich an den Schreibtisch und los ging’s. Oder auch nicht. Denn das, was da auf dem digitalen Papier stand, war Grütze. Irgendwie las sich alles so erzwungen. Es floss einfach nicht. Ein paar Texte habe ich trotzdem eingeschickt, aber die wurden natürlich abgelehnt. Waren ja auch Grütze.

Fiese kleine Stimmen

Viel geschrieben, aber nichts auf dem Papier.

Aber woran liegt’s? Ich vermute, mein Kopf hängt noch an dem Buchprojekt. Da sind so fiese kleine Stimmen, die flüstern: „Das wird nix. Schlag es dir aus dem Kopf.“ Die Selbstzweifel-Stimmen. Und mit jeder Niederlage werden sie lauter: „Der Buchmarkt ist sowieso viel zu überlaufen. Warum sollte ausgerechnet dein Roman Erfolg haben? Da sind so viele junge Autoren, die genau das wollen. Du gehst in der Masse unter.“

Aus diesem Fehler habe ich gelernt

Ich hatte das vor ein paar Jahren schon einmal. Da war ich irgendwann so überzeugt davon, dass das mit dem Schreiben eine Schnapsidee ist, dass ich es 10 Jahre lang nicht mehr getan habe. Den Fehler begehe ich nicht noch einmal! Meine einzige Strategie, mit Selbstzweifeln umzugehen, ist, sie gar nicht erst laut werden zu lassen. Je mehr Selbstzweifel aufkommen, desto mehr muss ich schreiben.

Immer weitermachen …

Also ran an die Feder und weitergemacht! Denn umso mehr Texte ich schreibe und irgendwo einreiche, umso größer sind die Chancen auf Erfolge. Die Schreibblockade existiert nur in meinem Kopf, hervorgerufen durch Selbstzweifel-Stimmen. Sobald ich mir neue Projekte suche, auf die ich wirklich Lust habe (wie meine neue Kinderbuch-Liese-Reihe), läuft das mit dem Schreiben auch wieder.

… dann kommen die Erfolge schon irgendwann

Und siehe da: Schon kommen die ersten Erfolge. Nein, keine positive Antwort von einer Agentur – das wäre zu schön! Aber andere kleine Teilerfolge wie positives Feedback zu den Liese-Texten oder die Einladung zur Teilnahme an einem Literaturwettbewerb.

Es geht immer weiter. Man darf nur nie vergessen, daran zu glauben.

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