In Gedanken dance ich

Manchmal sehe ich Leute mit riesigen Kopfhörern auf dem Kopf und einem total neutralen Ausdruck im Gesicht. Dann frage ich mich, was in ihnen gerade vorgeht. Gehen sie gerade voll zu Heavy Metal ab, aber man sieht’s nicht? Oder kennen sie jedes Wort ihres Lieblingsschlagers? Vielleicht lässt die Musik, die durch ihr Hirn dröhnt, sie aber auch vollkommen kalt und ist nur ein Beschallungsmedium. Wenn ich Musik auf den Ohren habe, muss ich eigentlich immer in Gedanken dancen.

Leise Musik ganz laut

Ich bin schon öfter von meinen Mitmenschen mahnend angestarrt worden, wenn ich mich mit Kopfhörern im Ohr auf einen freien Platz fallen ließ. Offenbar war die Musik wohl zu laut. Dabei empfand ich das so gar nicht. Wenn ein richtig geiler Song läuft, kann ich den unmöglich leise hören. Ehrlich gesagt kann ich mich gerade so selbst davon abhalten, laut grölend und tanzend durch die Bahn zu springen. Manchmal merke ich, wie meine Finger anfangen zu tippen, mein Kopf wippt oder mein Mund sich daran macht, lautlos mitzusingen. Es kostet mich extreme Selbstbeherrschung, ruhig sitzen zu bleiben. Ich schließe die Augen, konzentriere mich auf die Musik in meinen Ohren und dance einfach in Gedanken. So gut!

Zuhause bin ich ein Popstar

Dance like a popstar
Dance it out!

Zuhause drehe ich die Musik gern mal lauter auf. Vor allem, wenn ich alleine bin und mich niemand sieht! Ich singe selbst die miesesten Songs aus dem Radio schräg mit und find’s toll. Da kenn ich nix! Ich bin ja selbst der festen Überzeugung, an mir ist ein Popstar verloren gegangen (für einen Rockstar höre ich die falsche Musik). Mein Umfeld sieht das anders, aber das kann mir ja wurscht sein. Vor allem früh vor der Arbeit macht es mir unglaublich gute Laune, gute Musik zu hören und mich selbst ein bisschen locker zu machen. Das geht prima beim Mitsingen!

Tanzen ist sogar gesund, denn es löst Spannungen. Wer Grey’s Anatomy so intensiv verfolgt wie ich, weiß, was Dance it out bedeutet: Alles loslassen und einfach den Frust abschütteln! Da kann man gar nicht lange schlecht drauf sein. Es gehört natürlich Überwindung dazu, ganz klar. Aber wenn man einmal anfängt und die Musik durch seinen Körper strömen lässt, ist man ganz schnell in einer Welt, in der alles viel leichter ist. Das sagt auch Max Giesinger in seinem Song Wenn sie tanzt.

Einfach lebendig!

Ab und zu (viel zu selten) gehe ich mit den Mädels tanzen. Da bin ich am Anfang ein bisschen verkrampft (bin ja nur mein inexistentes Publikum gewöhnt), aber wenn mal ein Song läuft, der mir richtig gut gefällt, kann ich auch gut abgehen. Und ich liebe es, nach ein paar Stunden Dance-Action verschwitzt und erschöpft aus dem muffigen Club zu kommen, die frische Nachtluft einzuatmen und sich einfach lebendig zu fühlen!

Karaoke ist übrigens nichts für mich. Komisch, oder? Ich kann mich dafür nicht locker genug machen (zumindest nicht ohne Alkohol). Nachher werde ich noch entdeckt von irgendeinem Popstar-Scout und dann muss ich aufhören zu schreiben, weil ich als nächste Eurovision Song Contest Gewinnerin durch die Welt jette. Das will doch keiner!

Ich behalte lieber meine Popstar-Skills für mich, freue mich auf die nächsten 90er-Partys oder Konzerte und gebe dort alles. Yeah!

Bis dahin höre ich meine Playlist rauf und runter und fühle mich gut. Saugut!

A propos: Meine Playlist wird immer aktualisiert und erweitert, vielleicht ist ja auch ein guter Song für dich dabei 😉

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