30 werden und sterben… oder überleben

Vor Kurzem habe ich eine böse Schwelle überschritten und sehr gelitten: Ich bin 30 geworden.

Nicht wegklicken!

Alle männlichen Leser stöhnen jetzt vermutlich kurz auf und wollen schon wegklicken: Tu es nicht! Auch ihr könnt hier noch etwas über die weibliche Psyche lernen und eure Freundin beim nächsten Date beeindrucken.

30 werden ist furchtbar

Die Frauen hingegen, mit denen ich gesprochen habe, splitteten sich hauptsächlich in zwei Lager: Entweder sie wurden noch 30 und spürten schon ihr Blut gefrieren (zu Recht!) oder sie waren es schon und reflektierten: Stimmt, das war furchtbar! Wahrscheinlich gibt es noch einige wenige, die die Zahl nicht stört, aber die müssen einen Gendeffekt haben oder so 😉

Oder doch nicht?!

Das tatsächliche Älterwerden ist nicht schlimm. Es liegen ja nochmal so viele Jahre vor dir und 30 ist das beste Alter. Außerdem ist man ja immer so alt, wie man sich fühlt… Nur leider hilft dir das überhaupt nicht, wenn die böse 3 kommt.

Aber was hat diese Zahl so Furchteinflößendes an sich?

Bestimmt musstest du in der Schule auch einmal einen Aufsatz zum Thema „Wo siehst du dich in 20 Jahren“ schreiben, oder? Da dachtest du natürlich: Puh, mit 30 ist das Leben ja schon fast vorbei. Da bin ich wahrscheinlich schon verheiratet, hab meinen Traumberuf und drei Kinder, die fröhlich um mein Eigenheim springen.

enjoy life auch mit 30
Mit 30 gibt’s nur eine Kerze mehr

Und dann kommt die 30 irgendwann und du fühlst dich plötzlich wie ein Versager, weil da kein Eigenheim ist, kein Traumberuf, keine drei Kinder… nur graue Haare und Rückenschmerzen. Ok, das ist übertrieben, du hast ja schon etwas erreicht. Nur fällt dir auf einmal nicht mehr ein, was. Gedächtnisschwund womöglich? Plötzlich stellst du alles in Frage. Die Karin von Nebenan hat ja schon einen Mann und ein Kind. Und die Sybille verdient super. Und ich? Ja, das sind die Gedanken, die mich befielen, als ich 30 wurde.

Mit 30 ist das Leben nicht vorbei!

Dabei sind sie rein rational betrachtet natürlich absoluter Quatsch. Denn das Leben, das ich führe, ist ja nicht schlecht. Und niemand gibt mir vor, wo ich mit 30 zu stehen habe. Niemand, außer das 10-jährige Kind von damals in der Schule.

Deshalb hilft nur: Pflege-Intensivspülung kaufen, Yoga machen und eine große Sause schmeißen mit allen Freunden, die dir helfen werden, die böse 3 zu besiegen!

Denn mit 30 ist das Leben noch nicht vorbei, es geht einfach nur weiter. Und vielleicht ist es ja eine gute Gelegenheit, einmal darüber nachzudenken, was du eigentlich wirklich erreichen willst, und das anzugehen.

Ein Kommentar

  1. Pingback: Was war, was bleibt und was noch kommt: Ein Jahresrückblick - Mieth me!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Die DSGVO-Checkbox ist ein Pflichtfeld

*

Ich stimme zu