Ein Tag am Meer

Ich strecke meine Beine aus und wühle meine Füße in den warmen, weichen Sand. Ich atme den frischen, aber nicht zu kalten Meerwind ein. Eine Möwe zieht vorbei, ihr kleines Kreischen mischt sich mit dem Meeresrauschen. Ein Kribbeln zieht über meine Haut und ich denke mir: Meine Welt ist in Ordnung. Was gibt es Schöneres als einen Tag am Meer?

Eine Pause am Meer

Ich würde sagen, ich führe kein mega anstrengendes Leben, in dem ich nonstop on tour bin und kurz vorm Burnout stehe. Aber ich bin viel am Pendeln, mein Kopf ist ein aktives Bürschchen und ich gönne mir zu selten eine Auszeit zum Durchatmen. Es gibt halt immer viel zu tun so. Umso wichtiger ist es mir, regelmäßig mal eine Pause einzulegen und mich darauf zu besinnen, was wirklich wichtig ist. Und das kann ich am besten anderswo. Mal rauskommen. Mal den Kopf freikriegen. Wo geht das besser als am Meer?

Ein glitzerndes Farbenspiel

Ein Tag am Meer
Ein glitzerndes Farbenspiel

Der Wind weht mir um die Ohren und zerzaust mein Haar. Ich schaue den Wellen beim Tanzen zu und bewundere das glitzernde Farbenspiel von weißen Wellen, blauem Himmel, leuchtendem Sonnenschein und warmen Sandtönen. Mein Blick schweift über spielende Kinder – Kinder können so schön ausgelassen sein! Das fällt mir als Erwachsene oft schwer. Wovor schämt man sich eigentlich immer so? Manchmal wäre ich gern wieder ein sorgloses Kind.

Energie tanken

Die Sonne wärmt mir die Haut. Ich spüre sie quasi in jeder Zelle meines Körpers. Es fühlt sich an, als tanke jede Zelle gerade Energie durch die Sonnenwärme auf. Sollen sie mal machen, ich kann die Energie gut gebrauchen. Ich kneife die Augen etwas zusammen, denn die Sonne blendet mich. Aber für eine Sonnenbrille finde ich den Anblick einfach zu schön. Ich möchte ihn nicht verfälschen. Witzigerweise bekommt man dieses Bild nie naturgetrau auf ein Foto. Ich habe schon unzählige Meerfotos geschossen, aber in Echt sieht es tausend Mal besser aus. Vielleicht ist das auch der Grund, warum so viele Maler das Meer als Motiv wählen. Ein ewiger Versuch, diesen wunderschönen Eindruck festzuhalten…

Ausgelassen und sorglos

Ein Tag am Meer
Stundenlange Spaziergänge am Meer – herrlich!

Meine Freundin fragt mich, ob wir ins Wasser gehen. Eigentlich ist es etwas zu frisch, aber ich weiß schon, wie toll es sich anfühlen wird, in die Wellen zu springen. Also schnappe ich mir die Hand, die sie mir entgegen streckt, und wir rennen wie die Kinder in die Fluten. Sieh an, ich kann also doch  kindlich sorglos und ausgelassen sein. Die Kälte des Wassers zwiebelt und zieht sich durch meinen Körper. Ich schreie auf und hüpfe auf und ab. Ein dummer Reflex, denn dadurch wird es auf keinen Fall wärmer. Du darfst nicht stehen bleiben, dann wird’s nur noch schwerer, ruft mir meine Freundin zu und zieht mich ins Wasser. Ich lasse meinen Blick schnell übers Wasser schweifen und bewundere das Glitzern auf der Wasseroberfläche. Ein Fehler, denn die nächste Welle kommt und schlägt an mir hoch wie an einem Felsen. Zumindest bin ich jetzt nass.

Wir springen in die Wellen und jauchzen dabei vor Freude. Bestimmt hört uns der ganze Strand. Ist uns aber auch egal. Es ist einfach zu schön! Irgendwann haben wir die Wellenwand durchbrochen und lassen uns fröhlich im Wasser treiben. Hier draußen ist alles so friedlich und der Alltag so weit weg. Ich will für immer hier bleiben. Oder zumindest, bis die Gänsehaut mich zum Zurückkehren zwingt. Was nicht allzu lange dauert. Aber lange genug, um den Moment in mich aufzusaugen. Als wir fröstelnd aus dem Wasser gehen, weiß ich schon, dass ich diesen Moment so schnell nicht vergessen werde…

Niemals genug davon

Egal, wie oft ich ans Meer gehe, ich habe niemals genug davon. Jedes Mal, wenn ich das Meer zum ersten Mal wiedersehe, fühle ich mich schwerelos und friedlich. Mein Kopf ist ruhig, mein Körper entspannt. Und es wird mir niemals langweilig am Meer. Ich könnte stundenlang einfach nur auf die Wellen schauen, die Meeresluft in meine Lungen strömen lassen, die Sonne auf meiner Haut genießen. Ich mag aber auch die stürmische, aufbrausende See in der kalten Jahreszeit, die wirkt, als wäre sie unzähmbar. So kraftvoll und energisch.

Ein schöner Tagtraum

Irgendwann würde ich gern mal am Meer leben. Ein Ferienhaus am Meer würde mich aber auch schon glücklich machen. Mit Terrasse mit Meerblick und Privatstrand bitte. Davon träume ich manchmal, wenn mir mein Alltag zu stressig wird. Dann beame ich mich ans Meer, sehe die Wellen vor meinem geistigen Auge und höre das Meeresbrausen im Ohr. Das löst jede Anspannung!

Aber alles hat ein Ende und so muss ich irgendwann nach Hause zurückkehren. Ich schaue ein letztes Mal über das Meer, brenne den Anblick in mein Gedächtnis, lächle dem Meer zu und verabschiede mich still.

Bis zum nächsten Mal, ich komme wieder!

Ein Kommentar

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