Ein Tag aus dem Leben von Liese

Die Protagonistin dieser neuen Reihe ist Liese – eine weiße Großspitzdame, die aber noch gar nicht so groß ist. Mit ihren knapp drei Monaten ähnelt sie eher einem Wattebausch. Doch Liese hat es faustdick hinter den Ohren.

Wer ist eigentlich Liese?

Hallo, ich bin Liese

An einem wunderschönen Frühlingtag erblickte ein kleines weißes Hündchen names Liese das Licht der Welt – und direkt hinterher purzelte ihr Bruder Alois. Liese und Alois wuchsen zu zuckersüßen Schneeflöckchen heran, aber die beiden waren mit allen Wassern gewaschen. Sie rauften mit Tante Emily, knabberten an den Vorhängen oder sprangen aufgeweckt über die Holzabsperrung im Garten. Und Liese hatte dabei immer die Nase vorn! Nicht nur einmal musste MamiBelle sie in die Schranken weisen.

Einzug im neuen Zuhause

Eines Tages hieß es für Liese: Auf zu neuen Abenteuern! Denn selbst ein kleiner Hundewelpe wird irgendwann flügge. Und so hüpfte Liese zum Abschied noch einmal auf ihren Bruder Alois, schleckte MamiBelle über die Schnauze, kuschelte mit ihren Besitzern und bellte Tante Emily entgegen: „Tschüß & bis bald!“

Frohen Mutes sprang Liese in ihr neues Zuhause. „Woah, ist das schön hier!“ Außer sich vor Freude wirbelte sie ihrem neuen Herrchen um die Füße und schleckte ihrem neuen Frauchen die Zehen. Jetzt konnte es losgehen: Das Abenteuer Leben!

Alé hop!

Und was gab es alles zu entdecken im neuen Heim! Im Garten hatte sie schnell ein großes, raschelndes Buschkissen entdeckt. Wenn sie Anlauf nahm, konnte Liese mit voller Wucht hineinspringen. Und wenn sie noch mehr Anlauf nahm, sogar mit zwei großen Sprüngen auch noch in den Nachbarbusch. „Hui, macht das Spaß!“ Dass Frauchen dabei die Hände vor dem Mund zusammenschlug, verstand sie gar nicht.

Die Pforte zu einem geheimen Universum

Und noch etwas Tolles fand Liese auf ihrem ersten Spaziergang durch die neue Nachbarschaft:  Gullideckel. „Was sich wohl darunter verbirgt? Vielleicht eine Schatzkammer aus Leckerlis. Oder ein Labyrinth aus unentdeckten Wegen.  Oder ein ganzes Universum aus Spielzeug!“ Sie schnüffelte an jedem Gullideckel und versuchte, dem Geheimnis auf die Schliche zu kommen, doch die Dinger gingen einfach nicht auf. Sie würde es beim nächsten Spaziergang wieder probieren, so viel stand fest!

Im Hunde-Vergnügungspark

Herrchen und Frauchen fuhren mit Liese zum Park. Wie ein Rollmops wühlte sie in staubigen Sandwegen, Schmetterlinge setzten sich ihr direkt auf das schwarze Näschen und Gras – so viel leckeres Gras! „Das ist ja wie im Vergnügungspark“, staunte Liese. Und dann rannte Herrchen mit ihr über den großen Hügel. „Huuuui!“

Gefährliche Muschel

Ab ins kühle Nass

Aber herrje, was war es warm draußen! Mit ihrem weißem Wattefell schwitzte Liese ganz schön. Frauchen hatte kaltes Wasser in die blaue Gartenmuschel gelassen. Aber dieser Gartenmuschel traute Liese nicht über den Weg. Da musste sie ganz vorsichtig hineintapsen, bloß nicht ausrutschen. Denn sonst saß sie mit dem ganzen Popo im Wasser – und das war dann doch zu viel des Guten. „Bäh, ist das nass!“ Vor allem, wenn Frauchen auch noch mit den Füßen spritzte. Zur Strafe schüttelte sich Liese kräftig und zwar direkt neben Frauchen. „Ha!“

Familienfest

So sieht Liese einmal aus, wenn sie groß ist

Am Nachmittag kamen Lieses Uroma, Oma und Großonkel zu Besuch. Anfangs hatte Liese ganz schön Angst vor ihnen! Besonders ihr Onkel Renzo knurrte sie so brummig an. Und der war so groß! „Ob Alois auch einmal so ein Riesen-Brummbär wird?“ Aber Liese hatte längst erkannt, dass hinter der harten Schale ein weicher Kern steckte.

Nickerchen für Liese und Frauchen

So viele Abenteuer machten auch ganz schön müde: In Büsche springen, Gullideckel inspizieren, Möbel anknabbern und dabei rechtzeitig Frauchen und Herrchen ausbüchsen – davon musste sie sich erst einmal erholen. „Jetzt ein Nickerchen!“ Zum Schlafen legte sie sich direkt neben Frauchen. Liese wunderte sich zwar, dass Frauchen auch so erschöpft war – schließlich erlebte sie lange nicht so viele Abenteuer wie Liese – aber sie vermutete, dass es an Frauchens rundem Bauch lag. Der drückte nämlich auch beim Kuscheln.

Und wenn sie da so lag und neben Frauchen schlief, träumte Liese von all den Abenteuern, die sie in den nächsten Tagen noch erleben würde…

Hier geht’s zu Teil 2.

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